









Sternenkinder – Mahnmal auf dem Friedhof Sachseln
Schon lange bestand der Wunsch, auf dem Friedhof Sachseln einen Ort des Gedenkens für Sternenkinder zu schaffen – für Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Der Sachsler Bildhauer Alois Spichtig hatte dafür in seinem Friedhofsprojekt von 2014 bereits einen Platz vorgesehen. Als Inspiration diente ihm die vorgeburtliche Vision des Bruder Klaus: „Niklaus sieht am Himmel einen Stern, der die ganze Welt durchscheint. Er erkennt, dass er selbst dieser Stern ist, der in der Welt erstrahlen soll.“
Im Frühling 2019 übernahm Toni Halter die Weiterentwicklung. Früher wurden vorgeburtlich verstorbene und ungetaufte Kinder ausserhalb des Friedhofs auf «ungeweihtem Boden» bestattet, im «Kirchenlöchlein» hinter der alten Abdankungshalle. Toni Halter bezieht diesen Ort ohne Urteil und mit der Würde von heute in die Gestaltung ein. Das Mahnmal ist nach der Ost-West-Achse ausgerichtet: Das Licht des Morgens fällt durch eine sternförmige Durchbrechung, ein sich stetig veränderndes Spiel aus Licht und Schatten. Es entstand aus Lasa-Marmor mit vergoldeten Edelstahlelementen und steht heute als fester Gedenkort auf dem Friedhof Sachseln.
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Schon lange bestand der Wunsch, auf dem Friedhof Sachseln einen Ort des Gedenkens für Sternenkinder zu schaffen – für Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Der Sachsler Bildhauer Alois Spichtig hatte dafür in seinem Friedhofsprojekt von 2014 bereits einen Platz vorgesehen und einen ersten Entwurf im Modell (Massstab 1:10) skizziert. Als Inspiration diente ihm die vorgeburtliche Vision des Bruder Klaus: „Niklaus sieht am Himmel einen Stern, der die ganze Welt durchscheint. Er erkennt, dass er selbst dieser Stern ist, der in der Welt erstrahlen soll."
Im Frühling 2019 übernahm Toni Halter die Weiterentwicklung des Projekts. Von Spichtigs ursprünglichem Entwurf war nur noch das Modellfoto aus einer Perspektive erhalten; das Modell selbst ist verschollen. Halter erarbeitete daraus, gestützt auf Gespräche mit Weggefährten und die Erfahrung aus dem gemeinsamen Visionenweg-Projekt in Heiligkreuztal, eine eigenständige Interpretation: Das Mahnmal ist entlang der Ost-West-Achse ausgerichtet, sodass das Licht des Morgens durch eine sternförmige Durchbrechung fällt – ein sich stetig veränderndes Spiel aus Licht und Schatten als Sinnbild für das Unfassbare, Göttliche im Leben.
Die Umsetzung erfolgte in Lasa-Marmor mit vergoldeten Edelstahlelementen; das Mahnmal steht heute als fester Gedenkort auf dem Friedhof Sachseln, ergänzt durch eine temporäre Ausstellung mit Einzeldarstellungen des Sterns am Sarnersee.